Seenotrettung vor Libyen: Rekordzahl am Osterwochenende

Erschienen am Dienstag, 18. April 2017 um 12:43 Uhr - GMT

Das Thema ist (nicht nur hier) emotional stark belastet; als Merkposten ist es nötig: Am vergangenen Osterwochenende haben zivile wie staatliche Schiffe eine neue Rekordzahl von Menschen vor der Küste Libyens aus Seenot gerettet. Ob die gemeldete Zahl von 8.500 Flüchtlingen und Migranten stimmt, wird vermutlich nie jemand genau sagen können; ebensowenig, wie viele Menschen beim Versuch ertrunken sind, mit nicht seetüchtigen Schiffen der Schleuserorganisationen nach Europa zu gelangen. Die Deutsche Marine war mit dem Tender Rhein (Foto oben), der deutschen Besatzung und einem eingeschifften litauischen Boardingteam an den Rettungsmaßnahmen maßgeblich beteiligt – die Rhein nahm 1.181 Menschen auf. Die etwas merkwürdige Nachrichtenlage in den Berichten über das Wochenende zeigt sich daran, dass in den Meldungen, die sich auf zivile Hilfsorganisationen stützen, meist nur vage von einem deutschen Marineschiff die Rede ist; die Meldungen über den Einsatz der Rhein stehen meist daneben. Aus dem Bericht auf der Bundeswehr-Webseite: Am 15.04. hat der Tender Rhein bei mehreren Rettungseinsätzen im Rahmen der Operation Sophia insgesamt 1.181 in Seenot geratende Personen aufgenommen und nach Italien gebracht. Am 15.04. um 08.55 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) erhielt der Tender Rhein durch das Maritime Rescue Coordination Center (MRCC) in Rom den Auftrag, eine Seenotrettung circa 60 km nordwestlich Tripolis durchzuführen. Nach Erreichen des Ereignisortes nahm der...
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